Warum ist eine luftdichte Gebäudehülle wichtig ?
- Um Bauschäden durch Tauwasserausfall in der Bausubstanz zu verhindern
- Die Dämmwirkung von Außenbauteilen sicherzustellen
- Um unkontrollierten, witterungsbedingten Luftwechsel weitgehend auszuschließen
- Um Zugluft zu vermeiden
- Um Heizkosten zu sparen
- Um die Möglichkeit eindringenden Lärms von außen oder aus der
Nachbarwohnung zu verringern - Zum Nachweis des Kennwertes im Rahmen einer Förderung / GEG-Nachweises
Des Weiteren:
Weil zum Beispiel in einer gedämmten Dachfläche ein konvektiver, also über Luftströmungen verursachter Feuchteeintrag für die Dämmung schädlich ist.
Die Dämmung wird in ihrer Funktion beeinträchtigt und – kommt es aufgrund des Temperaturunterschiedes zu Tauwasserausfall in der Dämmebene (warme Innenraumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als wie kalte Außenluft) mit anschließender Schimmelbildung / Tragwerksschädigung.
Ferner werden die entstandenen Sporen durch die unterschiedlich vorherrschenden Druckverhältnisse im Haus verteilt.
Folgen: Die Bausubstanz wird durch den erhöhten Feuchtegehalt angegriffen und durch den gestiegenen Lüftungswärmeverlust wird mehr Energie verbraucht.
Luftdichtheit
Ausschließen von konvektivem Luftaustausch,
DIN 4108-7, GEG
Winddichte
Nicht definiert, aber Verhinderung von Auskühlung der Dämmung,
(Pullover-Effekt), mechanische Windkräfte / Flugschnee von der Dämmebene abhalten.
§ 13 GEG / Prüfung der Grenzwerte § 26 GEG
Messnorm DIN EN ISO 9972:2018-12 NA
Wärmeverluste durch die Gebäudehülle
Ein Gebäude verliert die meiste Energie durch die Gebäudehülle. Selbst bei einem sehr gut gedämmten Gebäude geht ein großerbTeil auf diese Weise verloren. Zur Gebäudehülle gehören sämtliche wärmeübertragenden Umfassungsflächen. Energieverluste lassen sich durch eine luftdichte Bauweise, eine gute Wärmedämmung und die Vermeidung von Wärmebrücken stark verringern.
Fazit:
Eine sinnvolle Kombination aus einer luftdichten und gut gedämmten Gebäudehülle sowie einer „kontrollierbaren“ Wohnungslüftung- in Verbindung mit einer modernen Anlagentechnik für Heizung und die Warmwasserbereitung ermöglichen es – ein Haus wirtschaftlich und ressourcenschonend zu beheizen.
Kleine Bauphysik: Wärmetransportmechanismen
Konvektion
Wärmetransport durch Konvektion (Wärmeluftströmung), das ist der Transport über die Luftströmung, also z.B. das Entweichen warmer Luft durch Leckagen in der Gebäudehülle.
Transmission
Wärmetransport durch Transmission (Wärmedurchgang), damit ist der Wärmetransport durch Bauteile gemeint. Die Wärme wird von Molekül zu Molekül übertragen. Der klassische Fall von Wärmeverlust durch die Außenwände.
Wärmestrahlung
Wärmetransport zwischen Körpern die sich nicht berühren, (ohne Beteiligung von Materie) die Wärme wird mittels elektromagnetischer Wellen übertragen.


